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Dein Handeln wandeln – How to Zero Waste

Gut zu wissen: Dieser Workshop ist für insgesamt 20 Teilnehmer konzipiert.

In Deutschland fallen pro Kopf durchschnittlich 227,5 Kilogramm Verpackungsmüll an (Umweltbundesamt, 2018). Diese Zahl spiegelt jedoch nur den Müll wider, welcher in Haushalten durch unseren täglichen Konsum verursacht wird. Werden weitere Schritte entlang der Lieferkette einbezogen, steigt der verursachte Abfall insgesamt auf 18 Millionen Tonnen an.

Jede unserer Konsumentscheidungen führt zu direkter und indirekter Verursachung von Müll, oft an Stellen, an denen wir es gar nicht unbedingt vermuten. Angenommen wir kaufen ein Shampoo im Drogeriemarkt. Offensichtlich ist die Plastikverpackung, in der das Produkt abgefüllt ist. Sie landet in unserem gelben Sack. Die einzelne Shampoo Flasche allerdings wird für den Transport vom Ort der Herstellung bis hin zum Verkaufsort sicher verpackt und beinhaltet so eine weitere Entstehung von Müll. Ebenso benötigt der Transport der einzelnen Inhaltsstoffe für die Herstellung des Shampoos eine Verpackung. Dieser Gedankengang kann fast endlos weitergesponnen werden. Am Ende steht jedoch immer dasselbe Ergebnis: Unser alltäglicher Konsum hat große Auswirkungen auf den von uns verursachten Abfall.

Die dreitägige Workshopreihe Zero Waste beginnt mit einem Einstieg zum Thema Abfallwirtschaft. Es werden Antworten auf die Fragen „Was passiert mit unserem Müll? Wieso ist Mülltrennung wichtig und wie funktioniert das System Abfall?“ geben. Hierfür haben wir Referent:innen aus der Abfallwirtschaft eingeladen. Im nächsten Schritt fokussieren wir uns auf die Fragen „Warum ist es sinnvoll weniger Müll zu verbrauchen? Welche Rolle spielt Müll in unserem Alltag? Welche Bedeutung hat unser Konsum und welche Verantwortung tragen Unternehmen entlang der Lieferkette?“. Mit Zahlen, Daten, Fakten erklärt uns der Zero Waste Verein Berlin, warum die Abfallwirtschaft vielleicht doch nicht so gut funktioniert und wieso es sinnvoll ist, seinen eigenen Müll zu reduzieren. Dabei schauen wir nicht nur auf den Abfall, der bei uns im Hausmüll landet, sondern lernen auch, inwiefern Müll entlang der gesamten Wertschöpfungskette entsteht.

Am zweiten Tag haben wir zwei Referentinnen eingeladen, die sich mit der Vision Müll zu vermeiden selbstständig gemacht haben. Sie erzählen uns eingangs von ihren persönlichen Erfahrungen. Im nächsten Schritt werden wir Alternativen zu Einwegverpackungen im Versand kennen lernen und mehr über unsere Möglichkeiten als Kosument:innen erfahren. Außerdem geben sie Antworten auf die Frage „Was steckt hinter den meist hohen Preisen nachhaltiger Produkte?“ Wir werden im Rahmen einer Bestandaufnahme lernen, wie bereits vorhandene Mittel im Haushalt zweckentfremdet – und so auf vielfache Weise genutzt werden können. Im Anschluss werden wir selbst tätig und stellen Produkte wie Lippenbalm und Reiniger her. So wird euch vermittelt, wie leicht es sein kann, Produkte mit wenig Aufwand und wenig Verpackung selbst herzustellen.

An dem letzten Workshoptag soll es um die Herausforderungen gehen, die wir erleben können, wenn wir versuchen Zero Waste im Alltag umzusetzen. In einer gemeinsamen Diskussion besteht die Möglichkeit, Fragen rund zu dem Thema „Anwendung im Alltag“ loszuwerden und sich von Personen, die bereits nach Zero Waste leben, inspirieren zu lassen.

Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden ein Verständnis für den Umfang und die Auswirkungen des durch unseren Konsum verursachten Abfall zu vermitteln. Fakten veranschaulichen wieso ein Umdenken notwendig ist. In dem Workshop suchen wir gemeinsam nach Möglichkeiten unseren Alltag neu zu denken und (bewusst) zu lenken. Durch einen praktischen Einstieg und viele spannende Dialoge mit Referent:innen versuchen wir zu hinterfragen, umzudenken und so Müll zu vermeiden.

Freu dich auf folgende Referent*Innen

Zero Waste Verein

Mit dem Ziel den Umweltschutz und die Umweltbildung zu fördern, möchte der Zero Waste Verein Berlin für ein nachhaltigeres Leben im Sinne von Zero Waste und angrenzenden Themen inspirieren und befähigen. Insbesondere die Bekanntmachung der Müllproblematik soll zu nachhaltigen Veränderungen in allen Lebensbereichen motivieren. So kann jede:r einen aktiven Beitrag zu einer müllfreien Welt leisten. Des weiteren bekennt sich der Verein, der aktuell aus sechs Vorstandsmitgliedern besteht, zu den UN-Nachhaltigkeitszielen, internationaler Gesinnung, Vielfalt, interkultureller Verständigung, Frieden und Gleichberechtigung. Julia Seiffert und Maren Dolzmann werden den Zero Waste e.V. bei der Nachdenkstatt vertreten.

Julia Seiffert_pic
Julia Seiffert

Julia Seiffert

Julia Seiffert ist Projektkoordinatorin und Dozentin an der Universität Potsdam. Außerdem ist sie Vorständin des Zero Waste e.V.

„Meine Vision ist eine grüne Welt, in der achtsamer Konsum und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen die Grundlage menschlichen Handelns ist. In diesem Zusammenhang heißt Zero Waste für mich Selbst – Bewusst handeln zu können.“ – Julia Seiffert

Maren Dolzmann

Maren Dolzmann ist freiberufliche Projektmanagerin und Koordinatorin Workshops Zero Waste e.V.

„Zero Waste ist für mich ein einfaches/alltagstaugliches Prinzip mein Bewusstsein für umweltgerechtes Verhalten in allen Lebenslagen zu schärfen, jegliche Art von Konsum mit viel Neugier und Spaß zu hinterfragen und, mich als Teil dieses einzigartigen Planeten zu verstehen. Ein Teil von sehr vielen Teilen.“ – Maren Dolzmann

Maren Dolzmann
Susan Rößner

Susan Rößner

Susan Rößner lebt seit 2013 plastikfrei und hat kurz darauf monomeer.de gegründet, den damit am längsten bestehenden deutschen Onlineshop für Zero-Waste-Produkte. Derzeit füllt sie einen Gelben Sack in 16 Monaten, wobei Chipstüten wohl den größten Anteil einnehmen. Susan ist außerdem Mitgründerin des Silo Unverpackt Ladens in Konstanz, Mitglied des Runden Tischs Meeresmüll des UBA und Gründerin des AK Müll in Konstanz. Sie bietet auch Zero-Waste-Beratungen für Unternehmen und Privathaushalte an.

Axel Subklew & Klaus Kussel

Axel Subklew ist Sprecher der Kampagne „Mülltrennung wirkt“ der dualen Systeme. Die Kampagne arbeitet daran, Bürgerinnen und Bürger in Deutschland über die richtige Mülltrennung aufzuklären und mit Irrtümern und Müllmythen aufzuräumen. Durch die konsequente und richtige Mülltrennung tragen Verbraucher:innen einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz bei. Der Diplom-Kaufmann Subklew blickt auf eine langjährige Berufserfahrung in der Abfallwirtschaft sowie den dualen Systemen zurück. Klaus Kussel arbeitete als CFO im Bereich Umweltservice. Der Diplom-Kaufmann verantwortete den gesamten kaufmännischen Bereich, den Einkauf und den Betrieb Dualer Systeme. Seit 2020 ist er als unabhängiger Berater tätig.

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