NachDenkstatt

Bruttonationalglück in Bewegung


Im Himalayastaat Bhutan gilt die Lebenszufriedenheit des Volkes als oberstes Staatsziel. Bereits im 17. Jahrhundert verkündeten die Oberen des vereinigten Bhutan: „Wenn die Regierung keine Freude für sein Volk erzeugen kann, dann gibt es für die Regierung keinen Grund zu existieren.“ Seit den 1970er Jahren strebt der Staat nicht mehr nach der bloßen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts, sondern hat es sich zum Ziel gemacht, das sogenannte Bruttonationalglück unter seinen Bürgern zu maximieren.

Das Konzept des Bruttonationalglücks beruht auf den vier Säulen gute Regierungsführung, nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft, Bewahrung kultureller Werte und Schutz der Umwelt. Durch regelmäßige Volksbefragungen anhand eines umfangreichen Fragebogens wird der Indikator messbar gemacht. Im Rahmen des Workshops Bruttonationalglück in Bewegung sollen die Teilnehmer im ersten Schritt ein Verständnis für die Säulen und Domänen des Konzepts erlangen, welches im Laufe der Veranstaltung durch zahlreiche Übungen und Bewegungen gefestigt und angewandt wird. Er gibt eine Einführung in das zugrundeliegende Konzept, das den Paradigmenwechsel von Bruttonationalprodukt zu Staatsglück ermöglicht. Ziel ist es, in allen Beteiligten ein Bewusstsein für die verankerten Werte zu schaffen und diese auf das eigene Leben anwendbar zu machen.