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Verkehrssystem der Zukunft - Nachhaltigkeit in Mobilität und Güterverkehr

Heute kommen etwa 22% der Treibhausgasemissionen in Deutschland aus dem Verkehrssektor. Das Verkehrsaufkommen wächst, die Emissionen steigen an. Luftschadstoffe und Lärm an großen Straßen, Flugplätzen und Häfen stören Mensch und Natur. Gleichzeitig ist der Verkehrssektor essenziell für unsere Gesellschaft. Güter werden von A nach B transportiert und Mobilität schafft für Menschen Möglichkeiten: zur Arbeit oder Schule kommen, einkaufen, anderen Menschen begegnen und Kultur erleben. Wie lassen sich also diese Bedürfnisse erfüllen und gleichzeitig negative Effekte einschränken? Was für ein Verkehrssystem wünschen wir uns für unsere Zukunft? Um Zukunftsvisionen für den Verkehrssektor zu entwickeln, werden wir versuchen, diese Fragen zu beantworten.

Ein Schwerpunkt des Workshops wird die Frage sein, wie Treibhausgasemissionen im Verkehr drastisch reduziert werden können, um den Klimawandel nicht weiter zu befeuern. Dazu werden wir uns mit möglichen Veränderungen in den unterschiedlichen Verkehrsmodi wie Schifffahrt, Luftverkehr, Straßengüterverkehr, Autoverkehr, ÖPNV und Bahnverkehr befassen und verschiedene Antriebstechnologien vergleichen. Wir werden uns damit auseinandersetzen welche Möglichkeiten es gibt, den Verkehr zu reduzieren oder zu verlagern, zum Beispiel von der Straße auf Schiene und Wasser.

In der zweiten Hälfte des Workshops soll es darum gehen, wie ein Mobilitätssystem aussehen kann, das nach den Bedürfnissen der Menschen, die es benutzen gestaltet ist. Wir wollen uns damit auseinandersetzen, welche unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedene gesellschaftliche Gruppen haben, je nachdem wie viel Geld sie zur Verfügung haben, wie alt sie sind und ob sie z. B. Kinder versorgen. Es wird um eine gerechte Verteilung des öffentlichen Raums gehen und wie mögliche Nutzungskonflikte aufgebrochen werden können. Dabei wollen wir nicht nur in der Theorie verharren, sondern uns überlegen, wie wir selbst Initiative ergreifen können, um aktiv die Mobilitätswende mitzugestalten.

Referent*innen

Sophia Hogeback (sie/ihr)

Sophia Hogeback ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet zurzeit an ihrer Masterarbeit in Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg. Schwerpunkte ihrer Forschung sind feministische Perspektiven auf Stadtentwicklung und Planungsdiskurse, Sorgearbeit im Rahmen von Gesellschaften und Wohnen sowie Formate kollektiver Wissensproduktion als radikaldemokratischer Planungsansatz. Etablierte Planungsmuster müssen in ihren Logiken hinterfragt werden. Eine gerechtere Stadt kann nur angestrebt werden, wenn bestehende Machtstrukturen erkannt werden und durch erweiterte Perspektiven angegriffen werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Sophia Hogeback dürfen wir dieses Foto verwenden.

Maren Miehe (sie/ihr)

Maren Miehe ist Geographin mit einem Fokus auf nachhaltiger Stadt- und Verkehrsplanung. Seit 2021 arbeitet sie für das VCD-Projekt »DIY: Verkehrswende selber machen«. Gemeinsam mit Auszubildenden und Studierenden werden ganz nach dem Motto „Do it Yourself“ Mobilitätsprojekte entwickelt und umgesetzt, die dafür sorgen, dass immer mehr Leute umweltverträglicher zur Uni oder Berufsschule kommen.

Sarah Eschenmoser (sie/ihr)

Sarah Eschenmoser studierte Kunst im Bachelor und wechselte danach zu einem Research Master im Bereich Urban Studies an die Universität Amsterdam. Sie arbeitet seit 2021 beim VCD beim Projekt „Straßen für Menschen“, dass durch die Unterstützung von Aktivist*innen und Grassroot-Initiativen die „Verkehrswende von unten“ vorantreiben will. Denn Straßen sind nicht nur zum Durchgehen gedacht, sondern auch als öffentlicher Raum der von allen für Austausch, Kultur und Miteinander-Sein genutzt werden kann.

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