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Klima(schein)lösungen - Warum nicht geschieht, was geschehen muss

In einer Welt, in der Greenwashing Standard ist, stellen wir die Frage: Welche „Lösungen“ zur Bewältigung der Klimakrise helfen nur scheinbar? Wieso entwickeln wir Klimascheinlösungen, die mehr Schaden anrichten als abwenden?
Die Liste solcher Klimascheinlösungen ist lang: ob im Bausektor oder bei der CO2-Kompensation, in der Verkehrswende oder im Energiesektor.

In diesem Workshop wollen wir einen Blick hinter den schönen grünen Schein werfen und ergründen, was einer tatsächlichen sozial-ökologischen Transformation und einer effektiven Emissionsreduktion im Weg steht. Dabei möchten wir auch die Art unseres Wirtschaftens kritisch beleuchten: Wie „grün“ kann Kapitalismus sein? Welchen Preis hat die Natur? Welche Strategien können globale Ungerechtigkeiten abbauen?

Gemeinsam mit verschiedenen Referent:innen wollen wir uns mit diesen Fragen in den drei Tagen auf verschiedenen Wegen auseinandersetzen und daraus gemeinsam gesellschaftliche Perspektiven für eine klimagerechte Welt entwickeln.

Referent*innen

Lasse Thiele

Lasse Thiele arbeitet beim Konzeptwerk Neue Ökonomie zu Klimagerechtigkeit. Er hat als Politikwissenschaftler zur Kritik des ‚grünen‘ Kapitalismus promoviert und ist in der Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv.

Vielen Dank an Lasse Thiele für dieses Foto!
Vielen Dank an Jutta Kill für dieses Foto!

Jutta Kill

Jutta Kill beleuchtet mit ihren Recherchen, Analysen und Publikationen das Spannungsfeld Konsum in Industrieländern und seine Auswirkungen auf Lebensräume im globalen Süden, die wir gemeinhin als „Natur“ bezeichnen. Welches Naturverständnis offenbaren Initiativen zur ökonomischen Bewertung von Natur? Welche Rolle spielen freiwillige Zertifizierungsmechanismen, Emissionshandel und ökonomische Bewertung von „Natur“ in der sogenannten „Grünen Ökonomie“? Wie werden sie zu Instrumenten, die ökologisch ungleichen Handel erleichtern und soziale und ökologische Ungerechtigkeit zementieren? Jutta Kill dokumentiert seit vielen Jahren die lokalen Auswirkungen von Projekten, die handelbare Emissionsgutschriften anbieten. Seit 2010 sind marktbasierte Instrumente, die Kohlenstoffgutschriften und den Handel mit Biodiversitätsgutschriften vermarkten, Schwerpunkt ihrer Recherchen.

Judith Ottich

Judith Ottich ist Architektin, Fachkraft Lehmbau und Umweltaktivistin – zuerst bei Greenpeace und im Jahr 2020 war sie bei der Vereinsgründung von Architects for Future Deutschland e.V. (A4F) beteiligt, wo sie aktuell Beirätin ist. Nach dem Architekturstudium am KIT (Karlsruhe) arbeitete sie zunächst in Zürich, dann in Lausanne und nach Rückkehr aus der Schweiz in Heidelberg, wo sie die A4F-Ortsgruppe, sowie das cemEND-Bündnis mit initiierte. Sie beschäftigt sich mit dem Klima-Impact der Baubranche, mit ökologischen Baustoffen und struktureller Transformation im Planen und Bauen – kurz gesagt: der Bauwende. Das Mitwirken im Projekt und der Twitter-Kampagne Klimascheinlösungen ergaben sich aus einem Workshop auf der Klimabewegungskonferenz (AKKON) 2021 gemeinsam mit anderen Klimagerechtigkeitsbewegten (https://www.klimascheinloesungen.de/).

Klimascheinlösungen_Judith Ottich_hochkant_SW
Vielen Dank an Judith Ottich für dieses Foto!

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