NachDenkstatt

Nachhaltigkeit? Ja gerne! Aber sorry, keine Zeit!

Kennt ihr die Momente, in denen ihr das Gefühl habt, ein „Manager-Leben“ zu führen für all die Termine und Verpflichtungen des Alltages? Spürt ihr auch manchmal das Bedürfnis, nicht immer unmittelbar erreichbar sein zu müssen via E-Mail, WhatsApp, Facebook, Instagram etc. und sofort antworten zu müssen, ständig „on the go“? Wir leben in einer beschleunigten Gesellschaft, die gekennzeichnet ist von Technologisierung, Globalisierung, Leistungsdruck, Konsum und Flexibilisierung. Eine beobachtbare Folge ist, dass wir immer seltener die Gelegenheit bekommen, innezuhalten und zu reflektieren, ob die Art und Weise unserer Lebensführung uns selbst, der Natur und unseren Mitmenschen gut tut. Wo bleibt in einer beschleunigten Leistungsgesellschaft eigentlich die Zeit? Die Zeit für Momente der Entspannung, Ruhe und Entschleunigung? Woher immer die Zeit nehmen um kaputte Gegenstände zu reparieren, den Müll zu trennen, auf Plastik zu verzichten, statt zum Supermarkt zum regionalen Bauern zu gehen? Steht die Beschleunigungsgesellschaft nicht im Widerspruch zu einer wirklich nachhaltigen Lebensweise? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Problematik der Beschleunigung und beleuchten zusammen, inwieweit diese ein Hindernis für nachhaltiges Handeln darstellt. Als Lösungsansätze setzen wir uns mit den Themen Entschleunigung und Achtsamkeit auseinander. In unserem Workshop umfasst der Begriff Nachhaltigkeit einerseits den verantwortungsvollen und schonenden Umgang mit der Umwelt, andererseits aber auch eine Entschleunigung unseres Alltages und einen achtsamen Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen. Welche Bedeutung Achtsamkeit im Hinblick auf Nachhaltigkeit hat, werden wir gemeinsam erörtern, sowie Methoden für die Umsetzung in unserem Alltag. Das Thema Konsum wird ebenfalls aufgegriffen. Dabei wollen wir Formen der Genügsamkeit als Gegenentwurf zur Konsum- und Wegwerfgesellschaft diskutieren. Diese Themen wollen wir gerne gemeinsam mit euch erarbeiten! Eine wertschätzende Gesprächshaltung, in der jeder zu Wort kommen darf, wenn er will (und genügend Pausen für Kekse) sind selbstverständlich :). Interessante Referenten werden unseren Workshop bereichern. Wir freuen uns auf euch!

Workshopleitung

  • Dolores Birk
  • Johanna Gehrke
  • Meike Mühlhoff
  • Iulia Tudoran

Referent_innen

Laura Stanszus

BiNKA – Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining

Laura Sophie Stanszus forscht und lehrt zu den Themen Achtsamkeit und Introspektion im Bereich Bildung für nachhaltigen Konsum (mit Schwerpunkt Ernährung) sowie individueller Transformationsprozesse. Sie koordiniert und promoviert zurzeit im Rahmen des BiNKA-Projektes (siehe achtsamkeit-und-konsum.de) an der Technischen Universität Berlin und lehrt an der Leuphana Universität Lüneburg.

 

 

Melanie Prengel

2. Vorsitzende des Vereins Netzwerk Achtsame Wirtschaft e.V.

Melanie Prengel engagiert sich seit einigen Jahren für das Netzwerk Achtsame Wirtschaft, dessen Ziel es ist, mehr Achtsamkeit in das eigene wirtschaftliche Handeln als auch in Firmen und andere Organisationen zu bringen. Das Netzwerk organisiert dazu zahlreiche Regionaltage und -abende, Vorträge, Seminare und Retreats.
2012 hat Melanie die Regionalgruppe Frankfurt ins Leben gerufen und einige Jahre geleitet. Mit Gründung des Netzwerks Achtsame Wirtschaft e.V. im Jahr 2015 übernahm sie das Amt der zweiten Vorsitzenden und kümmert sich um die Online-Kommunikation des NAW – insbesondere um Website und Facebook. In ihrem Hauptberuf ist sie als Nachhaltigkeitsmanagerin bei einem führenden Lebensmittelgroßhändler tätig.

 

Roland Siebecke

Gründer und Akademischer Leiter der Nord-Akademie (Meditations- & Ausbildungszentrum für Coaching –  Kontemplation – Therapie – Yoga)

 

Roland Siebecke ist von Beruf Diplomsportlehrer und Anti-Schmerz-Coach und seit 25 Jahren in der Erwachsenenbildung in den Bereichen Sport, Gesundheit, Therapie und Coaching tätig. Vor 17 Jahren erweiterte er sein Tätigkeits- und Wissensfeld um den Bereich der sportphysiotherapeutischen Therapie, durch die er sich intensiv und praxisorientiert mit den fühlbaren Bereichen der fernöstlichen (und westlichen) Energielehre beschäftigt hat.
Seit über 13 Jahren praktiziert er täglich Meditations- und Chi-Flußtechniken, sowohl für sich selbst, als auch für den Einsatz in den Behandlungen und im Unterricht.
“Wer atmen kann, kann auch meditieren.” ist nicht nur ein Motto, sondern die schöne Realität, in dessen Rahmen er sich seit Jahren mit Menschen beschäftigen darf, die sich von ihm u. a. im Rahmen der Nord-Akademie in den Themen “Coaching – Kontemplation – Therapie – Yoga” aus- und fortbilden lassen.
“Aus dem Leben – für das Leben” ist einer seiner Leitsätze, denn “…was nützt uns all unser umfassendes und intelligentes Wissen, wenn wir versäumen, es in den Alltag zu integrieren und durch unsere Handlungen zur Weisheit werden zu lassen?”