NachDenkstatt

Kritische Küche – Wie “isst” die Zukunft?

Aktuell befindet sich der Agrar- und Ernährungssektor im extremen Spagat. Auf der einen Seite sind es industrielle Agrarsysteme mit hochmodernen Technologien, die global immer mehr Marktanteile übernehmen. Auf der anderen Seite wächst ein Gegenpol mit den unterschiedlichsten Graswurzelbewegungen und dem Streben nach sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Ernährungssystemen. Doch welche Probleme ergeben sich tatsächlich aus der industriellen Lebensmittelherstellung und was sind Antworten der alternativen und lokalen Ansätze? Innerhalb unseres Workshops möchten wir die gesellschaftspolitischen Dimensionen unseres Ernährungssystems kritisch beleuchten. Dafür werden wir auf verschiedene Herausforderungen der Nahrungsmittelindustrie eingehen sowie globale Zusammenhänge und Wechselwirkungen erörtern. Einen besonderen Fokus setzen wir auf die Potenziale alternativer Initiativen, die sich für Unabhängigkeit und Vielfalt einsetzen. Neben dem Blick hinter die Fassaden der vorherrschenden Strukturen, möchten wir im Workshops vor allem Perspektiven einer proaktiven Verantwortungsübernahme beleuchten. Wer sollte welche Verantwortung übernehmen? Und welche Möglichkeiten gibt es konkret für jeden von uns, lokal aktiv zu werden und sich politisch einzubringen? Um nicht nur von Handlungsalternativen zu träumen, ist der Fokus unseres Workshops darauf ausgerichtet, gemeinsam mit euch kreativ und konzeptionell tätig zu werden. Anhand von konkreten Fragestellungen möchten wir einen Raum bieten, in dem Ideen verschiedenster Art entstehen können. Ziel ist es, dass diese entweder selbstständig von euch verwirklicht oder in Kooperation mit bestehenden lokalen Initiativen umgesetzt werden. Dafür gibt es zudem Impulse von PraxispartnerInnen, die mit unterschiedlichen Ansätzen bereits Pionierarbeit leisten.

Workshopleitung

  • Britta Klages
  • Rebecca Remke
  • Moritz Wittkamp

Referent_innen

Judith Busch

Judith Busch ist Ansprechpartnerin der Bremer Lokalgruppe FIAN, die sich für eine Welt einsetzen, die frei von Hunger ist und in der jeder Zugang zu den Ressourcen hat, die ein Leben in Würde ermöglichen.
Als Teil der Organisation FIAN Deutschland e.V. fordern sie insbesondere die Verantwortung deutscher Politik und Unternehmen für das weltweite Menschenrecht auf Nahrung ein.

 

 

Der Ernährungsrat Oldenburg entwickelt als beratendes Gremium, bestehend aus Akteuren der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft eine Ernährungsstrategie für die Region Oldenburg. Das Ziel ist eine selbstbestimmte Ernährungspolitik, die sich an den Kriterien der Nachhaltigkeit, sozialen Gerechtigkeit und Vielfalt orientiert.