NachDenkstatt

Sustainable Supply Chain

Kontext

Sustainable Supply Chain Management zur Schaffung nachhaltiger Lieferketten stellt eine große Herausforderung für Unternehmen dar.

Workshop-Beschreibung

Der Nutzen und die Umsetzung von Standards und Zertifizierungen zu Arbeits- und Umweltschutz entlang der gesamten Lieferkette sollen in  dem Workshp  genauso fokussiert werden, wie die Undurchsichtigkeit und fehlende Transparenz, die sich sowohl für den Verbraucher als auch für Unternehmen durch den stetig wachsenden Label-Dschungel ergibt.

In dem Workshop sollen dazu u.a. folgende Fragen bearbeitet werden: Wie werden einzelne Werte der Standards definiert (z. B. living wage) und wie können diese entlang, der durch die zunehmende Globalisierung, stark fragmentierten Lieferketten überhaupt gewährleistet werden? Welche Grenzen zeigen sich für Unternehmen auf, die ihre Lieferkette nachhaltig gestalten wollen? Und welche Werkzeuge stehen ihnen zur Umsetzung ihrer nachhaltigen Beschaffungsstrategie zur Verfügung (Stichwort Lieferantenbewertung)?

Gemeinsam mit KooperationspartnerInnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, sowie AkademikerInnen sollen diese Probleme diskutiert und mögliche Lösungsansätze erarbeitet werden.

Workshop-Praxispartner

Norbert Henzel

Diplom-Chemiker am Institut für materielle Kultur der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg

Herr Henzel ist spezialisiert auf die Fachgebiete Textilökologie,-Konsumtion, -Produktion und beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Schadstoffen in der Bekleidung, Nachhaltigkeit von Textilien und Naturtextilien als Alternative. Als Dozent für den Bachelorstudiengang „Materielle Kultur: Textil“ gestaltet er unter anderem Vorlesungen und Seminare zu ökologischer Mode und Marketing in der Naturtextilbranche.

Axel Drieling

Mitarbeiter am Faserinstitut Bremen; Kompetenzfeldleiter “Prüfmethoden”

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Kompetenzfeldleiter “Prüfmethoden“ am Faserinstitut Bremen beschäftigt sich Herr Drieling unter anderem mit den Themen Prüfung von Fasern und die Harmonisierung der Prüfverfahren sowie Qualitätsdatenbanken und Rückverfolgung von Baumwolle.

Elke Hortmeyer

Leitung Kommunikation und internationale Beziehungen der Bremer Baumwollbörse

Frau Hortmeyer beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit im Baumwollanbau und ist unter anderem Mitglied im Ausschuss für Social, Environmental & Economic Performance of Cotton (SEEP) des International Cotton Advisory Committee (ICAC). Zudem arbeitet sie in den Arbeitsgremien des „Bündnis für nachhaltige Textilien mit, welches vom Bundesentwicklungsminister Müller ins Leben gerufen wurde, um Verbesserungen der sozialen und ökologischen Standards in der Textilindustrie zu erwirken.

Rolf Heimann

Leiter des Bereichs Corporate Responsibility von hessnatur
Dozent im Masterstudiengang „Sustainability in Fashion“ an der ESMOD Berlin Internationale Kunsthochschule für Mode

hessnatur ist ein bereits 1976 gegründetes deutsches Versandhaus für ökologische Naturtextilien mit firmeneigenem Label. Als erstes deutsches Mitglied der Fair Wear Foundation achtet das Unternehmen nicht nur auf ökologische sondern auch auf hohe soziale Standards. hessnatur unterstützt den einjährigen Masterkurs „Sustainability in Fashion“ durch Stipendien und die Entsendung von Rolf Heimann als Lehrkraft.

Matthias Hebeler

Geschäftsführer und Gründer der Marke Brainshirt – where ratio meets fashion

Brainshirt bietet Herrenhemden an, welche zu 100% in Europa konfektioniert werden. Es wird ausschließlich ökologische Baumwolle verwendet und die Produkte sind Bluesign zertifiziert. Mit dem Slogan „where ratio meets fashion“ will brainshirt bewusst machen, dass im Wort Fernostproduktion auch meist alle bekannten Klischees enthalten sind, wie beispielsweise niedrige Löhne, Einsatz von Pestiziden und Kinderarbeit.