NachDenkstatt

Öffentliche Podiumsdiskussion

21. November 2014 – 19 Uhr – Hörsaalzentrum A14

Vom Wissen zum Handeln: Hemmnisse für nachhaltiges Wirtschaften

Die Wissenschaft ist sich einig: Die vom Club of Rome festgestellten „Grenzen des Wachstums“ erfordern neue Ideen und Lösungen für die Wirtschaft. Insbesondere der Mittelstand ist bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung gefordert. Doch tun sich Unternehmen bis heute schwer, Nachhaltigkeit für sich zu definieren, in die eigene Unternehmensstrategie einfließen zu lassen und anschließend in ihren Geschäftsalltag zu implementieren.

Die Podiumsdiskussion „Vom Wissen zum Handeln: Hemmnisse für nachhaltiges Wirtschaften“ wird sich insbesondere der Herausforderung Nachhaltigkeit in klein- und mittelständischen Unternehmen widmen. Sie haben mit anderen Problemstellungen als große Konzerne zu kämpfen, wie zum Beispiel eingeschränkte Verfügbarkeit über personelle und finanzielle Ressourcen. Oft ist Nachhaltigkeit schon in ihrer Unternehmensphilosophie verankert und es fehlt lediglich an Wissen und Bewusstsein für das Thema. Kommunikation nach innen und außen zu diesem Bereich findet häufig nur eingeschränkt statt, da diese Unternehmen ökologisches oder soziales Engagement als selbstverständlich ansehen. Auch stellt sich die Frage, ob eine stringente Nachhaltigkeitsstrategie nur durch Neugründung oder auch Traditionsbetrieben ganzheitlich umsetzbar ist. Welche Herausforderungen würde so ein Organisationswandel mit sich bringen und wie ist ein solcher Wandel zu gestalten? Diesen und weiteren Fragen werden sich unsere Podiumsgäste stellen.

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Barthel Pester, Journalist und Mitbegründer von KOSTBAR, dem nachhaltigen Einkaufsführer für Oldenburg.

Podiumsgäste:

Matthias Hebeler

Geschäftsführer und Gründer der Marke Brainshirt – where ratio meets fashion. Er gründete das Label und das Unternehmen aus der Überzeugung heraus, dass eine kostengünstige Fertigung eines Premiumhemdes in Europa möglich sei und setzte dies in die Tat um. Nach dem Motto „Nicht nur reden, handeln!“ lässt er in Europa Herrenhemden aus kbA Baumwolle fertigen, welche fair und nachhaltig sind.

Uwe Lübbermann

Geschäftsführer und Gründer von Premium-Cola. Das Projekt wird von einem Internet-Kollektiv nach dem Prinzip der Konsensdemokratie gesteuert. Der Leitsatz dieses Unternehmens lautet: „Premium will ein faires, ökologisches und sozial verträgiches Wirtschaftsmodell in hoher Qualität vorleben und verbreiten.“ Einige wissenschaftliche Arbeiten haben dieses besondere Geschäftsmodell bereits beleuchtet und aus verschiedenen Perspektiven analysiert.

Prof. Dr. Niko Paech

Ökonom und Nachhaltigkeitsforscher an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zudem ist er als Professor am Lehrstuhl Produktion und Umwelt Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der Umweltökonomie, Innovationsmanagement und Nachhaltigkeitskommunikation.

Martin Schulze

Mitarbeiter bei der RKW Unternehmensberatung Bremen. Die RKW Bremen ist spezialisiert auf die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese Unternehmen werden unter anderem bei der Implementierung von Umweltmanagementsystemen, bei der Einführung von Corporate Social Responsibility oder auch beim Thema Energieeffizienz unterstützt. Zudem ist Martin Schulze bei der Koordinierungsstelle ’initiative umwelt unternehmen‘ tätig. Diese Initiative unterstützt Unternehmen in Bremen und Bremerhaven dabei, nachhaltiges Wirtschaften durch Know- how-Transfer und durch Vernetzung mit in der Praxis umzusetzen.

Fotos von Jantje Harmdierks